2. Versuchsauswertung und Umrechnungen
Man kann direkt die gemessenen
Volumenwerte des Wasserstoffes über die Zeit graphisch darstellen
( v/t-Diagramm) und an diesem Diagramm die Grundlagen der Reaktionskinetik
bezogen auf die Zunahme des H2 -Volumens zeigen ( Durchschnittsgeschwindigkeit
als Sekantensteigung, Momentangeschwindigkeit als Tangentensteigung).
Üblicherweise bezieht man in der Chemie die Reaktionsgeschwindigkeit
(RG) auf die Abnahme der Konzentration c eines Eduktes bzw. auf die
Zunahme der Konzentration c eines entstehenden Produktes. Hierzu sind
einige Umrechnungen nötig, die von EXCEL übernommen werden.
In unserer Reaktion nimmt während der Reaktion die Konzentration
der H+-Ionen (Säurekonzentration) ab, die der Mg2+ - Ionen zu.
2.1. Umrechnungen des
Versuchsvolumens auf das Normvolumen mit Hilfe der Allgemeinen Gasgleichung.
2.2. Umrechnen des Wasserstoffvolumens
V(H2) in die entsprechende Stoffmenge n(H2).
Hier gilt die Beziehung : n = V / V(M) ( ml // ml / mol-1 )
2.3. Umrechnen in die
äquivalente Stoffmenge Oxoniumionen ( bzw. H+ - Ionen ) n (H+)
Hierzu müssen die Werte n(H2) nur mit 2 multipliziert werden,
da - laut Reaktionsschema - zur Bildung von einem H2 - Molekül
zwei H+ - Ionen benötigt werden.
2.4. Berechnung der H+-Ionenkonzentration
,die zu jedem Zeitpunkt noch als Restkonzentration vorhanden ist.
Hierzu muss man die verbrauchte H+-Ionenkonzentration von der Anfangskonzentration
jeweils abziehen. Die Anfangskonzentration c(H+) der Salzsäure
ist c(o) (H+) = 0,1 mol /1 .
Man erhält schließlich
die nach mehreren Zeitintervallen noch vorhandene Restkonzentration
der Salzsäure ( als c(H+) ) . Diese trägt man über
die Zeit auf und erhält das c/t-Diagramm.
Da die eingesetzte Magnesiummenge
im Überschuss vorhanden ist, die "Konzentration" des
Magnesiums deshalb als konstant angesehen werden kann, hängt
die RG bei dieser Reaktion nur von der Konzentration der Salzsäure
ab. Man erhält also im Idealfall ein c/t-Diagramm mit dem typischen
Kurvenverlauf für eine Reaktion 1. Ordnung.
Bei der Bestimmung der
Durchschnittsgeschwindigkeiten über Steigungsdreiecke erhielte
man für v einen negativen Wert; da es keine negativen Geschwindigkeiten
geben kann, erhält die RG, wenn sie auf die Abnahme der Konzentration
eines Eduktes bezogen ist, definitionsgemäß ein negatives
Vorzeichen, sodass die RG dann wieder positiv wird.