Rheinische Post Ausgabe MG vom Dez 03
40-Tonner aus den Niederlanden verlor Magnesiumgranulat: Explosionsgefahr bei Feuchtigkeit
A 52 war über fünf Stunden gesperrt
Von LUDWIG JOVANOVIC
Der 33-jährige Niederländer war am Montagabend mit seinem 40-Tonner auf dem Weg von Rotterdam nach Ratingen, als er auf den Parkplatz "Bockerter Heide" der A52 fuhr. Die Autobahnpolizei führte dort eine Routinekontrolle durch, als der Fahrer merkte, dass er einen Teil seiner Ladung verlor.
Die sperrte alle Zufahrten des Autobahnkreuzes Mönchengladbach auf die A 52 sowie die Anschlussstelle Nord. In der Zwischenzeit rückte die Feuerwehr mit einem Gabelstapler an, um den beschädigten "Big Pack" zu bergen. Der Riss musste mit Panzerklebeband geflickt werden. Danach wurde der Sack in Schrumpffolie eingewickelt und der ganze Laster verschlossen. Während der Aufräumarbeiten durfte kein Funke entstehen, dazu mussten die Feuerwehrleute in Schutzanzügen mit Atemgeräten arbeiten. "Wir wollten den Laster zu nächst in die ehemalige Niederrhein-Kaserne bringen", so der Feuerwehr-chef. Aber dort wäre die Ladung ungeschützt und unbewacht gewesen. Darum wurde er schließlich auf dem Viersener RWE-Gelände abgestellt.
"Dort gibt es einen Pförtnerdienst", erklärt Lampe.
Bis etwa 23 Uhr war die A 52 gesperrt. Der Ratin-ger Empfänger der Ladung konnte den Laster gestern abholen. "Zum Glück ist nicht viel passiert", meint Lampe. Wäre der Sack aber unfachmännisch angepackt worden, hätte der Riss sich vergrößert - mit ungeahnten Folgen.


