Schulcurriculum für das Fach Philosophie

Das Schulcurriculum stützt sich auf die in der Obligatorik für das Fach Philosophie vorgesehenen Schwerpunkte und gibt den Rahmen für die individuelle Unterrichtsgestaltung vor. Im Verlauf des Philosophieunterrichts in der Oberstufe wird mindestens einmal eine philosophische Ganzschrift im Unterricht behandelt.

Die jeweils verbindlich vorgeschriebenen Unterrichtsinhalte für das Zentralabitur können auf der Seite des Schulkollegiums eingesehen werden:

http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/abitur-gost/fach.php?fach=21

 

Im Einzelnen verteilen sich die Schwerpunkte wie folgt auf die verschiedenen Kurshalbjahre (ab dem Schuljahr 2010 / 2011 entsprechend auf die Halbjahre 10/1 bis 12/2):

11/1 : Einführung in die Philosophie

- Philosophisches Gespräch, sokratischer Dialog

- Grundbegriffe der Logik (Definition, Schlussverfahren, Argumentation)

•  Analyse philosophischer Texte

11/2 : Probleme der Bestimmung des Menschen (Anthropologie)

12/1 : Probleme menschlichen Handelns (Ethik)

 

12/2 : Probleme von Politik, Recht, Staat und Gesellschaft (Staatsphilosophie)

13/1 : Probleme des Denkens, Erkennens und der Wissenschaft (Erkenntnistheorie)

13/2 : Probleme von Metaphysik und Ontologie

oder

13/2 : Probleme von Kunst und Ästhetik

oder

13/2 : Probleme der Religion (Religionsphilosophie)

oder

13/2 : Probleme der Sprache (Sprachphilosophie)

Schulcurriculum für das Fach „Praktische Philosophie“

Das Fach „Praktische Philosophie“ wird am SMG in den Jahrgangsstufen 9 und 10 als verpflichtende Alternative zum Religionsunterricht angeboten.

Der Unterricht im Fach „Praktische Philosophie“ hat die Aufgabe, den Schülerinnen und Schülern dabei zu helfen, Kriterien für die Beurteilung und Gewichtung konkurrierender Wertvorstellungen zu entwickeln und tragfähige kognitive, emotionale und soziale Orientierungen und Kompetenzen auszubilden.

Hierzu soll grundlegendes Wissen über Wert- und Sinnfragen vermittelt und Reflexions-, Empathie- und Urteilsfähigkeit gefördert werden, um die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, sich mit den wertbezogenen Voraussetzungen und Bedingungen eigenen und fremden Denkens, Fühlens und Handelns bewusst und verantwortlich auseinanderzusetzen und eine sinnstiftende Lebensperspektive zu entwickeln.

Ausgangspunkt für die Konkretisierung der Unterrichtsinhalte sind die folgenden drei didaktischen Perspektiven:

•  personale Perspektive: Alltagserfahrungen, personale Grunderfahrungen und Lebenssituationen der Schüler(innen)

•  gesellschaftliche Perspektive: gesellschaftliche Wertvorstellungen und Wert-konflikte

•  ideengeschichtliche Perspektive: wirkmächtige ideengeschichtliche Leitvor-stellungen und Ideen

Die aus diesen drei didaktischen Perspektiven gewonnenen Inhalte lassen sich zu den folgenden fachlich zentralen und für den Unterricht konstitutiven Themenkreisen bündeln, die in den jeweiligen Jahrgangsstufen altersgemäß zu konkretisieren sind:

1. Fragenkreis: Die Frage nach dem Selbst

2. Fragenkreis: Die Frage nach dem Anderen

3. Fragenkreis: Die Frage nach dem guten Handeln

4. Fragenkreis: Die Frage nach Recht, Staat und Wirtschaft

5. Fragenkreis: Die Frage nach Natur und Technik

6. Fragenkreis: Die Frage nach Wahrheit, Wirklichkeit und Medien

7. Fragenkreis: Die Frage nach Ursprung, Zukunft und Sinn

Stand: 09 / 09 )

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