Immanuel
Kant ( RP vom 5.2.04)
Rätsel um Porträt im Treppenhaus
gelüftet
Von KATRIN IWANCZUK
"Wer ist Immanuel Kant?" Diese
Frage versucht der Philosophie- und Deutschlehrer Peter Reul am Meerbusch-Gymnasium
in Strümp für jeden Kulturbanausen zu klären. Gemeinsam mit
den Philosophiekursen der Oberstufe plante er schon seit Dezember eine Ausstellung
über den berühmten Philosophen, der seit genau zweihundert Jahren
tot ist. Ein Grund mehr für den engagierten Lehrer, den berühmten
Vordenker nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. "Ich wünsche
mir, dass jeder etwas mit dem Namen verbindet!" erklärte er. Schließlich
hängt auch in einem der zahlreichen Treppenhäuser der Schule ein
Porträt von Kant. "Nach der Ausstellung sollen alle wissen, wessen
Bild da hängt !" so Reul.
Die Schüler der Oberstufen kennen ihn nun bestimmt, schließlich
haben viele fleißig mitgeholfen. So sägte Schülerin Jennifer
Maaßen Kants Silhouette in Lebensgröße aus, andere Schüler
haben wichtige Stationen seines Lebens aufgeschrieben oder Bilder gemalt.
Eine weitere Idee war die Anfertigung von "Kanthölzern". Das
sind Holzstücke, auf welche die Schüler prägnante Zitate von
Kant geschrieben haben, zum Beispiel "Der Friede ist das Meisterstück
der Vernunft".
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Aktuelle Schrift über den Frieden
Mit diesem Thema befasst sich auch der
Beitrag von Markus Bliersbach, der seine Facharbeit, zu Kants Schrift "Ewiger
Frieden" für die Ausstellung kompakt zusammengefasst hat. "Es
ist immer wieder erstaunlich, wie aktuell diese Schrift noch ist", erläutert
Reul. "Man kann sie auch ohne weiteres auf die heutige Zeit beziehen!"
Das soll auch ein Comic zum kategorischen Imperativ verdeutlichen, genau wie
ein Preisausschreiben. Die Schüler werden zum Beispiel nach Kants Diener
befragt oder nach seinen letzten Worten. Drei Philosophiebücher, die
der Förderverein gespendet hat, suchen einen Leser. Doch wie beim berühmten
Vorbild "Wer wird Millionär" stiften jeweils vier Vorschläge
als
Antwort Verwirrung. Nur heißt es diesmal: "Wer kennt Kant?"
Bald können schließlich alle Interessierten Einblicke in das Leben
und Werk des aus Königsberg stammen den Denkers bekommen, wenn Philosophielehrer
Reul die weißen, Stellwände im Pausenzentrum der Schule aufgestellt
hat. Spätestens bis dahin werden wohl noch einige Schüler rätseln,
wessen Porträt da im Treppenhaus hängt.
Wer sein Wissen aufbessern möchte, hat vom 9. bis zum 27. Februar im
Meerbusch-Gymnasium die Chance dazu.
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