Westdeutsche Zeitung vom 25.1.06
Das 1968 gegründete
Meerbusch-Gymnasium
vermag durch praxisnahen
Unterricht zu glänzen.
Meerbusch. Das Städtische Meerbusch-Gymnasium genießt in gewisser Hinsicht Weltruhm. Zu verdanken hat die weiterführende Schule im Stadtteil Strümp dieses Renommee einer von Lehrer Arndt Weule ins Leben gerufenen AG: Flag Football nennt sich die abgeschwächte Variante von American Football. Nationale Meisterschaften, EM -Titel sowie die Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Berlin, Vancouver und Peking können die Meerbusch Eagles, wie sich das Team aus stets nachrückenden 14- und 15-]ährigen selbst tituliert, vorweisen. In Kanada 2004 schafften die Meerbuscher mit Rang sechs sogar die bisher beste Platzierung eines deutschen Teilnehmers überhaupt.
Das gefällt natürlich auch Direktor Ulrich Keusen, der 2002 von der Gesamtschule in Büderich, wo er als stellvertretender Schulleiter noch die zweite Geige spielte, zum Mönkesweg kam. Die sportlichen Erfolge der Plag Footballer dienen ihm als willkommenes Aushängeschild, steigern sie doch den Bekanntheitsgrad der Schule, die in vielen Bereichen höchsten Ansprüchen genügt. Das beweist allein schon die Ausstattung der vier- bis fünfzügigen, 1968 als Gymnasium Osterath gegründeten Bildungsstätte mit modernen Medien. So können die über 1000 Schüler und 65 Lehrer im Rahmen des Unterrichts etwa auf drei voll funktionsfähige Computerräume mit jeweils 15 Arbeitsplätzen zurückgreifen. Im für die Oberstufe reservierten Raum stehen weitere zehn PC's zur Verfügung, und auch die Sekundarstufe eins erhält in der dem Gymnasium angegliederten Zweigstelle der Bücherei kontrollierten Zugang zum weltweiten Datennetz.
Hohe Standards erwarten die Lehrenden und Lernenden auch bei den Naturwissenschaften, einem fachlichen Schwerpunkt des Gymnasiums, dem durch regelmäßig durchgeführte Leistungskurse Ausdruck verliehen wird. Praxisorientierter Unterricht in den Fächern Biologie, Physik und Chemie schon in der Mittelstufe ergänzt durch Zusatzangebote im Bereich Elektronik lassen kaum Wünsche offen. Dabei profitiert man zudem von einer Kooperation mit dem Matare-Gymnasium in Büderich. "Finden sich für einen Leistungskurs Physik zu wenig Interessenten, können wir die Gruppe mit Matare-Schülern aufstocken", nennt Keusen, der selbst Mathematik und Physik lehrt, ein Beispiel.
Die Musik spielt eine große Rolle
Ein zweiter Schwerpunkt ist das Fach Französisch. Erwirbt der Schüler das so genannte DelfZertifikat, stehen ihm viele Türen offen. "Er darf dann ohne Sprachprüfung in Frankreich studieren", erläutert Keusen. 45 Teilnehmer pro Schuljahr sprechen für sich. Aber auch die Musik spielt in Strümp eine wichtige Rolle. Stabile Grundkurse in der Ober-stufe mit der Möglichkeit, Musik als Abiturlach zu wählen, Musizieren im Ensemble ab Klasse fünf oder das fächerübergreifende Mittelstufen-Angebot TonArt, eine Verbindung aus Deutsch, Kunst und Musik, schaffen eine außergewöhnliche Basis, die abgerundet wird vom Mitwirken in Chören und Instrumentalgruppen sowie der Teilnahme an Konzerten, die zweimal im Jahr stattfinden.



Beim Schulball am Freitagabend war mächtig was los